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50 Tage Lob für Joe

Joe Pilates_50 Tage Lob für Joe

Am 9. Oktober 2017 jährt sich der Todestag von Joseph Pilates zum 50. Mal. Noch im Krankenhaus, kurz vor seinem Tod, soll er gesagt haben: „Ich bin meiner Zeit 50 Jahre voraus.“ Aus heutiger Sicht klingt das unglaublich hellsichtig. Er hatte so große Pläne für seine Methode und ich bin mir sicher, dass es ihn unheimlich stolz gemacht hätte zu wissen, dass die Pilates-Methode heute auf der ganzen Welt praktiziert wird.

So ein runder Jahrestag schreit einfach nach Lob, Begeisterung und stehenden Ovationen! Deshalb rufe ich hiermit die Reihe „50 Tage Lob für Joe“ aus – und lasse von heute an diejenigen sprechen, die ganz persönlich von seiner Arbeit profitiert haben: seine Klientinnen und Klienten. Jede und jeder von ihnen hatte eine andere Beziehung zu Joseph Pilates, einige sind heute noch berühmt, andere standen nie im Rampenlicht. Alle waren begeistert von Joe Pilates und seiner Methode:

 

 

 

Aber der überzeugteste und überzeugendste Unterstützer der Pilates-Methode war Joseph Pilates selbst. Er ahnte zwar, dass er selbst den Durchbruch seiner Methode nicht mehr erleben würde, aber er dachte weiter in die Zukunft:

Joe Pilates_50 Tage Lob für Joe

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50 Days of Praise for Joe

Evelyn de la Tour_50 Days of Praise for Joe.png

 

October 9, 2017, is the 50th anniversary of the death of Joseph Pilates. In hospital, shortly before he died, he is reported to have said: “I’m 50 years ahead of my time.” This sounds incredibly perceptive from today’s point of view. He had such great plans for his method – and I am convinced that it would have made him proud to know that the Pilates method today is being practiced all around the world!

For this anniversary Joseph Pilates has deserved some praise, enthusiasm and standing ovations! This is why I’m starting a series today called “50 Days of Praise for Joe”. I have prepared 50 quotes by clients, people who profited directly from working with him. Each of them had a different relationship to Joseph Pilates, some of them are still famous today – all of them were enthusiastic about Joe Pilates and his method.

Let’s start with a quote by one of his most interesting pupils, Carola Strauss Trier:

Carola Strauss Trier_50 Days of Praise for Joe

 

One of Joseph Pilates earliest clients was Lothar Danner, chief of Hamburg police in the 1920ies. He went to Joe’s self-defense classes along with his staff and had a very high opinion of his teaching:

Lothar Danner_50 Days of Praise for Joe

 

The British actress Maud Milton found a funny way to point out how she profited from her workouts with Joseph Pilates:

Maud Milton_50 Days of Praise for Joe

 

Nat Fleischer, boxing writer and founder of The Ring magazine, met Joe Pilates in Germany. He encouraged him to come to the US, because he was impressed by his work:

Nat Fleischer_50 Days of Praise for Joe

 

Dancer, choreographer and dance educator Hanya Holm worked closely with Joseph Pilates, sending many of her pupils over to his studio, if they had pain issues or injuries. Dance was Hanya’s life and Joe had saved it, healing her longtime knee injury. So she signed her autograph picture for him like this:

Hanya Holm_50 Days of Praise for Joe

Russian choreographer George Balanchine deeply influenced dance in American when he founded his School of American Ballet. He worked closely with Joseph Pilates and highly valued his method:

George Balanchine_50 Days of Praise for Joe

 

Ruth St. Denis was the Mother of Modern Dance in the United States and one of Joseph Pilates’ most important supporters. She told everyone about his work, whether they wanted to hear it or not…

Ruth St Denis_50 Days of Praise for Joe

 

Fashion photographer Gerorge Hoyningen Huene was a client and friend of Joseph Pilates. He also took the pictures for his book “Return to Life through Contrology”:

George Hoyningen Huene_50 Days of Praise for Joe.png

 

Joe’s client Dorothy Paschal believed in the rejuvenating results of the Pilates method:

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Joe Pilates himself believed in the future success of his method:

Joe Pilates_50 Days of Praise for Joe

Clara Pilates:

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Ted Shawn, founder of Jacob’s Pillow Dance Festival, admired Joseph Pilates’ work:

Ted Shawn_50 Days of Praise for Joe

Dancer Evelyn de la Tour was also a great admirer of Joseph Pilates and his method:

Evelyn de la Tour_50 Days of Praise for Joe

50 Tage Lob für Joe

Evelyn de la Tour_50 Tage Lob für Joe

Am 9. Oktober 2017 jährt sich der Todestag von Joseph Pilates zum 50. Mal. Noch im Krankenhaus, kurz vor seinem Tod, soll er gesagt haben: „Ich bin meiner Zeit 50 Jahre voraus.“ Aus heutiger Sicht klingt das unglaublich hellsichtig. Er hatte so große Pläne für seine Methode und ich bin mir sicher, dass es ihn unheimlich stolz gemacht hätte zu wissen, dass die Pilates-Methode heute auf der ganzen Welt praktiziert wird.

So ein runder Jahrestag schreit einfach nach Lob, Begeisterung und stehenden Ovationen! Deshalb rufe ich hiermit die Reihe „50 Tage Lob für Joe“ aus – und lasse von heute an diejenigen sprechen, die ganz persönlich von seiner Arbeit profitiert haben: seine Klientinnen und Klienten. Jede und jeder von ihnen hatte eine andere Beziehung zu Joseph Pilates, einige sind heute noch berühmt, andere standen nie im Rampenlicht. Alle waren begeistert von Joe Pilates und seiner Methode.

Heute starten wir mit seiner Schülerin Carola Strauss Trier, die hier die Stärken der Pilates-Methode auf den Punkt bringt:

Carola Strauss Trier_50 Tage Lob für Joe

 

Einer der ersten Klienten von Joseph Pilates, der Chef der Hamburger Ordnungspolizei Lothar Danner, war so begeistert von dem Selbstverteidigungsunterricht, den Pilates seinen Mitarbeitern gab, dass er selbst daran teilnahm:

Lothar Danner_50 Tage Lob für Joe

 

Die britische Schauspielerin Maud Milton war ebenfalls begeistert von Joseph Pilates’ Training:

Maud Milton_50 Tage Lob für Joe

 

Nat Fleischer, Boxjournalist und Herausgeber des Ring-Magazins, hat Joseph Pilates nach New York geholt. Er schätzte seine Methode sehr:

Nat Fleischer_50 Tage Lob für Joe

Hanya Holm brachte als Schülerin und Kollegin von Mary Wigman viele Ideen des Modernen Tanz aus Deutschland in die USA. Als Choreografin und Mentorin vieler großer Tänzerinnen und Tänzer wurde Hanya Holm berühmt. Sie arbeitete eng mit Joseph Pilates zusammen, nachdem er ihr mit einer langwierigen Knieverletzung geholfen hatte. Ein Autogrammfoto widmete sie ihm mit den folgenden Worten:

Hanya Holm_50 Tage Lob für Joe

 

Der russische Choreograf George Balanchine prägte das amerikanische Ballett mit seinen Inszenierungen und der School of American Ballet. Er arbeitete eng mit Joseph Pilates zusammen und schätze seine Arbeit sehr:

George Balanchine_50 Tage Lob für Joe

 

Ruth St. Denis, die Gründerin der legendären Denishawn-Schule für Tanz in den Vereinigten Staaten, war eine große Unterstützerin von Joe Pilates. Sie war so überzeugt von seiner Methode, dass sie sich eine flächendeckende Versorgung mit Pilates-Trainern wünschte:

Ruth St Denis_50 Tage Lob für Joe

 

Modefotograf George Hoyningen Huene machte nicht nur die Fotos für “Return to Life through Contrology”, sondern war Joseph Pilates auch freundschaftlich verbunden:

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Für Joe’s Klientin Dorothy Paschal war die Pilates-Methode ein echter Jungbrunnen:

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Der Komponist Hugh Martin wurde leistungsfähig durch die Pilates-Methode:

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Aber der überzeugteste und überzeugendste Unterstützer der Pilates-Methode war Joseph Pilates selbst. Er ahnte zwar, dass er selbst den Durchbruch seiner Methode nicht mehr erleben würde, aber er dachte weiter in die Zukunft:

Joe Pilates_50 Tage Lob für Joe

Clara, Joseph Pilates’ Partnerin in allen Lebenslagen, schätzte seinen Kampfgeist:

Clara Pilates_50 Tage Lob für Joe.png

Der Gründer des Jacob’s Pillow Dance Festival, Ted Shawn, schätzte Joseph Pilates’ Körperarbeit sehr:

Ted Shawn_50 Tage Lob für Joe

Die Tänzerin Evelyn de la Tour über Joseph Pilates:

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Starke Frauen 2 – Romana Kryzanowska

Romana
Interview mit Cathy Barker Strack, Pilates Trainerin und Biografin von Romana Kryzanowska
Liebe Cathy, du recherchierst seit mehreren Jahren über das Leben von Romana Kryzanowska und schreibst ein Buch über sie – es ist großartig, dass ich mit dir über sie sprechen kann!
 
Als erstes möchte ich fragen, wie du dazu gekommen bist, dich so sehr für Romanas Leben zu interessieren? Wann hast du beschlossen, eine Biografie über sie zu schreiben?
 
Als Pilates Trainerin habe ich mich schon immer für die Geschichte der Methode interessiert. Romana stach damals als eine der beeindruckendsten Persönlichkeiten heraus, die noch unterrichteten und trainierten. Die Geschichten über ihre Art zu unterrichten sind so legendär wie die über Joseph Pilates. Während es einige Informationen über Joes Leben gab, war kaum etwas bekannt über das Leben von Romana. Eine Klientin von mir, Carol J. Craig, fing an sich auch für dieses Thema zu begeistern und half mir mehr über Romana herauszufinden. Carol hat Erfahrung mit Genealogie und sie war in der Lage spannende Informationen über Romanas Eltern und Großeltern zu finden. Romanas Eltern waren Künstler in Detroit und Romana wurde in der Nähe der Stadt Farmington, Michigan, geboren. Die Tatsache, dass es von uns aus nach Michigan nur eine kurze Fahrt von drei Stunden war, machte es leicht, an weitere Informationen zu kommen.
Es endete so, dass wir Carols Einzeltrainingsstunden damit verbrachten über die Dinge zu sprechen, die wir über Romana und ihre Familie herausgefunden hatten. Dass zum Beispiel ihre Großmutter väterlicherseits eine Baronin war, während ihr Großvater mütterlicherseits eine Fabrik für Kutschen besaß. Und endlos viele Geschichten über die wilden Abenteuer ihrer Tanten und Onkel auf beiden Seiten der Familie. Diese Menschen haben beeinflusst, was für ein Mensch Romana wurde: als Tochter, Mutter, Trainerin und Freundin für viele auf der ganzen Welt. Irgendwann kam der Punkt, an dem Carol und ich uns anschauten und merkten, dass jemand Romanas Geschichte erzählen musste. Warum nicht wir?! Unser nächster Schritt war, Romanas Familie zu kontaktieren und um ihr Einverständnis zu bitten. Sie waren einverstanden und los ging’s. Romanas Geschichte konnte nicht erzählt werden, ohne den Segen und die Hilfe ihrer Familie. Wir haben 5 bis 6 Jahre lang recherchiert und seit einem Jahr schreiben wir an dem Buch.
 
Kannst du uns mehr darüber erzählen, wie die junge Balletttänzerin Romana das erste Mal Joseph Pilates traf?
 
Dazu gibt es wirklich nicht so viele neue Informationen. Romana hat diese Geschichte selbst so oft erzählt. Sie tanzte damals an der Balanchine Schule, hatte einen verletzten Knöchel und George Balanchine brachte sie zu Joe, damit der ihr helfen konnte, wieder gesund zu werden. Joe  erkannte ihr Talent, seine Übungen zu lernen und vorzuführen. Leider wusste Romana zu diesem Zeitpunkt die Arbeit, die sie bei Joe Pilates machte, nicht wirklich schätzen.  Sie wollte ihre Lehrer und ihre Mutter nicht enttäuschen, deshalb machte sie mit. Als idealistischer Teenager sag sie sich jedoch als Tänzerin, sie strebte nach größeren Rollen auf der Bühne. Sie wollte einfach nur tanzen.
 
Romana entwickelte eine Leidenschaft für die Pilates-Methode und konnte die Übungen sehr schnell auf wunderbare Art und Weise ausführen. Es gibt großartige Filmaufnahmen von ihr, wie sie in den frühen 1940er Jahren im Pilates-Studio trainiert. War es hart für sie, das hinter sich zu lassen, als sie sich 1944 entschloss mit ihrem Mann Pablo Mejia nach Peru zu gehen? Hielt sie Kontakt zu Joe und Clara?
 
Ich glaube nicht, dass es ihr schwer fiel zu gehen. Sie war jung und impulsiv. Ihre Mutter und ihr Stiefvater stellten sie Pablo Mejia vor, der sehr charismatisch und wohlhabend war. Er versprach ihr ein Luxusleben, dazu gehörte auch die Aussicht, in Peru ein eigenes Tanzstudio zu eröffnen. Der Großteil ihrer Familie unterstützte sie in ihrer Entscheidung und machte sich auf in Richtung eines besseren Lebens, als das, was sie in New York hätte führen können.  
 
Sie konzentrierte sich weiterhin auf den Tanz und Pilates war ein Mittel, um besser zu tanzen. Ich glaube, das war der Grund, warum sie den Kontakt hielt. Als ihre Kinder auf die Welt kamen, brauchte sie Joes Hilfe, um Übungen zu entwickeln, die ihnen helfen würden, sich besser zu entwickeln und zu wachsen. Vor allem ihre Tochter Sari hatte unter einer Krankheit gelitten und brauchte Pilates Übungen, um wieder ganz gesund zu werden.
 
Nachdem Romana Kryzanowska 1958 in die Vereinigten Staaten zurückkehrte, wurde sie bald eine sehr wichtige Figur im Pilates-Studio. Kannst du uns mehr über ihre Rolle im Studio in dieser Zeit erzählen?
 
Ich denke, zu Beginn war sie eher eine Randfigur. Sie musste ihren Lebensunterhalt verdienen und ihre Familie unterstützen. Das hieß, dass sie Ballett unterrichtete und nebenbei Pilates unterrichtete. An einem Punkt vereinigte sie sogar die beiden Welten, als das Clar Center für die Tanzabteilung im gleichen Gebäude Räume mietete, wo sich auch das Pilates-Studio befand – und sie arbeitete für beide. Nachdem sie aus Peru zurückgekehrt war, verließ sie Pilates nie wieder. Es war immer für sie da: die Arbeit in ihrem Körper und die Arbeit, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Tanzen war zwar ihre erste Liebe, ich denke aber nicht, dass es so lukrativ für sie war.
Nachdem Joseph Pilates 1967 starb, führte Romana das Pilates-Studio weiter. Es gibt eine Diskussion darüber, ob Joseph Pilates sie als seine Nachfolgerin sah oder nicht. Meiner Ansicht nach, tat er es nicht, obwohl er so eng mit ihr zusammengearbeitet hatte – und zwar deshalb, weil sie eine Frau war. Wie schätzt du das ein?
 
Eine der interessanten Informationen, die ich bei meinen Recherchen entdeckt habe, ist, dass Joe sich in vielen verschiedenen Fällen und im Hinblick auf unterschiedliche Personen die Hoffnung machte, einen Nachfolger gefunden zu haben. Und das ging bereits in den später 1930er Jahren los. Die Frage ist nicht einfach, wer übernehmen sollte, wenn er sterben würde. Er mochte das Stadtleben nicht und verbrachte regelmäßig Zeit auf dem Land. Er wollte, dass jemand das Studio übernahm, damit er mehr Zeit auf dem Land verbringen konnte, wo er ebenfalls unterrichten und Trainer in seiner Methode ausbilden wollte.
 
Er hatte mehrere Nichten und Clara hatte eine Nichte, Irene, sie alle wurden ins Studio gebracht, um sich ausbilden zu lassen und zu unterrichten; die Hoffnung war, dass sie das Studio übernehmen könnten. Aber, tja, sie waren jung und hatten andere Ideen. Sie wollten heiraten, eine Familie gründen. Es gab auch einige Trainer, von denen wir wissen, wie z. B Hannah, einige männliche Tänzer und andere, von denen wir vielleicht nie erfahren werden, die er in Betracht zog, um das Studio zu übernehmen. Ich denke, dass Joe zu dem Zeitpunkt, als Romana aus Peru zurück kam, in der Lage war, aus seinen früheren Fehlern zu lernen. Besonders, dass er stärker daran interessiert war, dass ein anderer das Studio übernehmen würde, als dieser andere daran interessiert war, es tatsächlich zu übernehmen. Bei Romana war das anders, sie hatte Interesse daran und sie hatte die Fähigkeit dazu. Sie hatte bereits eine Familie gegründet und würde nicht dadurch in Anspruch genommen werden, wie es bei seinen Nichten passiert war. Als er das gegen Ende seines Lebens erkannte, ließ Joe Romana so viel wie möglich von seiner Arbeit aufschreiben. Sie bewahrte diese Notizen und sein Vermächtnis.
 
Überall auf der Welt gibt es Pilates-Trainerinnen und Trainer, die von Romana ausgebildet wurden – und sie There are many Pilates teachers all around the world who have studied with Romana – sie vergöttern sie. Was machte sie zu einer so exzellenten Lehrerin?
 
Das war ihre Gabe, ihr ganz spezielles Talent. Bei ihr verband sich ihre Fähigkeit zu unterrichten (was sie als Ballettlehrerin entwickelt hatte), mit einer angeborenen Begabung die Übungen auszuführen und einem vorbehaltlosen Vertrauen in die Pilates-Methode, das in ihrer engen Beziehung zu Joe und Clara wurzelte. Sie verfügte auf über das heilende Talen zu verstehen, was jeder Mensch braucht, ob es nun ein Klient war oder einer der Trainer, die sie ausbildete. Romanas Großmutter mütterlicherseits hatte ebenfalls diese Gabe. Ihre Großmutter führte ein Geburtshaus und war die Hebamme bei Romanas Geburt. Was uns zurück zu ihrer Familie bringt und zu deren Wichtigkeit in ihrem Leben.
Was war Romanas wichtigster Beitrag zur Geschichte der Pilates-Methode? Wie hat sie zu dem enormen Erfolg der Methode beigetragen?
 
Es gibt zwei maßgebliche Beiträge, die sie geleistet hat. Zum einen würde die Welt nicht wissen, was die Pilates-Methode in ihrer pursten Form beinhaltet, wenn sie ihr Leben nicht dem Unterricht dieser Methode gewidmet hätte. Zweitens hat sie in ihren besten Schülerinnen und Schülern eben diese Leidenschaft geweckt, ihre Arbeit weiterzuführen. 
 
Cathy, ganz herzlichen Dank dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, diese Fragen zu beantworten! Ich kann es nicht abwarten, dein Buch zu lesen!

Über Cathy Strack:

cropped color(1)Cathy Strack begann 2001 sich mit der Pilates-Methode zu beschäftigen – in dieser Zeit arbeitete sie als Personal Trainer. 2003 erwarb sie ihr Pilates-Trainer Zertifikat bei den White Cloud Studios in Cleveland, derzeit nimmt sie am Power Pilates Bridge Programm teil. Sie unterrichtet im BodyMind Balance-Studio in Cincinnati. Sie hat einen Master in Klinischer Psychologie und arbeitete früher Therapeutin. Cathy hat das Pilates Pamphlet, ein Teil der Pilates Geschichte, neu herausgegeben und schreibt eine Biografie über Romana Kryzanowska.
Ihr könnt Cathy per Email erreichen, unter: cbsphit@frontier.com

Strong Women 2 – Romana Kryzanowska

Romana
Interview with Cathy Barker Strack, Pilates teacher and biographer of Romana Kryzanowska
Dear Cathy, you have been doing research about the life of Romana Kryzanowska for several years and you are writing a book about her – I’m so excited to be able to talk to you about her!
 
May I first ask you how you became so interested in Romana’s life? When did you decide to write her biography?
 
As a Pilates teacher, I was curious about the history of the method. Romana stood out as one of the most significant people still teaching and training at the time. Stories about her teaching are as legendary as those about Joseph Pilates. While there was some information about Joe’s personal life, there was very little about Romana’s life. One of my clients, Carol J. Craig, also became interested in helping me learn more about Romana. Carol has a background in geneaology and she was able to find some interesting information about Romana’s parents and grandparents. Romana’s parents were artists in Detroit and Romana was born in the nearby town of Farmington, Michigan. The fact that it was only a short three hour drive to Michigan to do more research helped us easily learn more information.
 
It got so we were spending Carols lesson time talking about the things we found out about Romana and her family. Such as the fact that her paternal grandmother was a Baroness, her maternal grandfather owned a buggy and carriage company, and countless stories about the wild adventures of her aunts and uncles on both sides of the family. All these people influenced who Romana came to be as a daughter, mother, teacher, and friend to many around the world. At some point, Carol and I just looked at each other and realized that someone needed to tell Romana’s story. Why not us?! Our next step was to go to Romana’s family and ask permission. They gave their permission and we were off and running. Her story could not be told without their blessing and help. It’s been about 5 or 6 years of research and the past year of writing.
 
Can you tell us about the first time young ballet dancer Romana met Joseph Pilates?
 
There hasn’t been much new information to tell really. Romana has told this part of her story so many times. She was dancing in the Balanchine school, had an injured ankle, and he took her to see Joe in order to help her recover. Joe recognized her talent in learning and demonstrating his exercises. Unfortunately, Romana did not fully appreciate the work she was doing at the time. She didn’t want to disappoint her teachers and her mother so she did as she was told. As a idealistic teenager, she saw herself as a dancer, aspiring to greater roles on stage. She just wanted to dance.
 
Romana developed a passion for the Pilates method and performed the exercises in a wonderful way very quickly. There are great films of her working out in the Pilates studio in the early 1940s. Can you tell us, if it was hard for her to leave, when she decided to go to Peru with her husband Pablo Mejia in 1944? Did she stay in touch with Joe and Clara?
 
I don’t think it was hard for her to leave. She was young and impulsive. Her mother and step-father introduced her to Pablo Mejia, who was very charismatic and wealthy. He promised her a life of luxury that included opening her own dance studio in Peru. Most of her family gave their blessing and she was off to a better life than she would have had in New York.  
 
She continued to focus on dance and Pilates was a means to make her dancing better. Because of that I believe they did keep in touch. When she had her children she needed Joe’s help with exercises to help them develop and grow. Her daughter Sari, in particular, had suffered an illness that required Pilates exercises to help her fully recover.
 
After Romana Kryzanowska returned to the United States in 1958 she soon became a very important figure in the Pilates Studio. Can you tell us more about her role in the studio in this period?
 
I think at first her role was very subtle. She needed to make a living and support her family. That meant taking jobs teaching ballet and teaching Pilates on the side. At one point she combined the two worlds when Clark Center (for dance) rented space in the Pilates building and she worked for both. Once she returned from Peru, she just never left Pilates again. It was always there for her, the work in her body and the work to earn a living. While her first love was dancing, I don’t think it was as lucrative.  
After Joseph Pilates died in 1967 Romana took over. There is a discussion, if Joseph Pilates saw her as his successor or not. In my opinion he didn’t, although he had been working so closely with her, because she was a woman. What do you think?
 
One of the interesting pieces of information that I have uncovered in my research is that Joe had many hopes for many different people to take over the studio. And this began happening as early as the late 1930’s. The question isn’t so simple as to who should take over when he died. He really didn’t like city life and had been going to the country regularly. He wanted someone to take over the studio so he could spend more time in the country, where he also wanted to continue to teach, and to train teachers of his method.
 
He had several nieces, and Clara’s niece Irene, that were all brought to the studio to train and teach; with the hope that they could take over the studio. But alas, they were young and had other ideas. Such as marrying and having families. There were also some of the teachers we know about, such as Hannah, some male dancers and others we may never know, that were considered to take over. I really think that by the time Romana came back from Peru, Joe was able to learn from his mistakes. Specifically that he was more interested in having others take over his studio more than they were interested in actually doing it. Romana was different because she had the interest and the ability. She had had her family and wouldn’t be pulled away like his nieces had been. With this realization, toward the end of his life, Joe had Romana record in writing as much of his work as was possible. She kept those notes and his legacy.
 
There are many Pilates teachers all around the world who have studied with Romana – and they adore her. What made her such an excellent teacher?
 
It was her gift, her special talent in life. She was able to combine teaching skills (which she had developed from being a ballet teacher), an innate ability to execute the exercises and an implicit trust in the Pilates method based on her close relationship with Joe and Clara. She also had a healing talent for understanding what each person needed, be it a client or one of the teachers she trained. Romana’s maternal grandmother had this ability. Her grandmother owned a maternity hospital and was the midwife for Romana’s birth. Which brings us back to her family and their importance in her life.  
What was Romana’s most important contribution to the history of the Pilates method? How did she contribute to the enormous success of Pilates?
 
Her most important contributions are two-fold. First, the world would not know what the Pilates Method is, in it’s purest form, if she hadn’t dedicated her life to teaching it. Second, she instilled in her best teachers that same passion to continue to the work. 
 
Cathy, thank you so much for taking the time to answer all these questions! I can’t wait to read your book!

About Cathy:

cropped color(1)Cathy Strack began studying the Pilates method in 2001 while working as a Personal Trainer. She became certified in 2003 at White Cloud Studios in Cleveland and is currently enrolled in the Power Pilates Bridge program. She now teaches at BodyMind Balance in Cincinnati. She holds an M.S. in Clinical Psychology and was a mental health counselor in a previous career. Cathy has published the Pilates Pamphlet, a piece of Pilates history, and is writing a biography about Romana Kryzanowska.
To get in touch with Cathy you can email her at cbsphit@frontier.com

Joe’s Photographer: George Hoyningen-Huene

roll up photo hoyningen huene

Doing research about the clients of the Pilates Studio on  8th Avenue in New York was sometimes so intriguing that I kept going astray. Suddenly I realized that I was actually doing research about the biography of a client and had for the moment completely forgotten about Joseph Pilates. In a few instances my meandering unearthed unknown sources about Joseph Pilates…

George Hoyningen-Huene, the photographer who took the pictures for Joe’s book Return to Life through Contrology was one of those who fascinated me the most. The son of an American mother and a Baltic father from an aristocratic family who had held the prestigious position of an equerry for the czar was born in 1900 in St. Petersburg. His path of life led him to Yalta, London, the Caucasus and Paris, to New York and finally to Los Angeles: So in terms of the number of the places of residence he could take on Joseph Pilates!

George Hoyningen-Huene met Joseph Pilates in the latter’s studio on 8th Avenue in New York in the end of the 1930ies. At that time George Hoyningen-Huene was working as a photographer for the American fashion magazine Harpers Bazaar. Before that he had been working in Paris for Vogue.  Now he turned to Joe Pilates, because he needed more strenghth for his work:

One of my handicaps during my photographic sitting was the strain of lifting and moving lights, scenery and props. My collegue the late George Platt Lynes advised me to take a course in Physical Fitness at the gymnasium of Joseph Pilates. Joe’s method struck me as the most reasonable and scientific approach and after a few months I had to have all my clothes altered. Apart from becoming a great friend of Joe’s and his wife Clara, I kept up my studies for five years and in the end we made a motion picture documentary and I photographed his entire routine for his book RETURN TO LIFE. I owe Joe much in the way of moral support, kindness and genuine friendship.

In return Joseph Pilates owed George Hoyningen-Huene not only the  wonderful photography in his book Return to Life Through Contrology, but probably also the fact that the book was published at all. After years of looking for a publisher it finally was released in 1945 by  J.J. Augustin – the same house that had published George Hoyningen-Huene’s illustrated travel books.

When George Hoyningen-Huene left New York City in 1945 he not only terminated his relations with the fashion world – it was also the end of his workouts in the Pilates Studio. He became a photography professor at Art Center School in Los Angeles. But he still had some connections to the world of glamour. As a couselor for colors in the new technicolor motion pictures he collaborated for years with director George Cukor and assisted him in movies featuring Judy Garland, Ava Gardner and many other stars. George Hoyningen Huene died at the age of  68 because of a stroke. He died in 1968, one year after Joe Pilates had died.

A breathtaking life story, isn’t it? Have you heard about George Hoyningen-Huene before? Are you just as fascinated as I am? I’m looking forward to your comments!

Here you find photos by Goerge Hoyningen-Huene:

Fahey Klein Gallery

Staley Wise

Only Old Photography

Joe’s Fotograf: George Hoyningen-Huene

roll up photo hoyningen huene

Die Recherchen zu den Klienten des Pilates Studios in der 8th Avenue in New York fand ich manchmal so spannend, dass ich immer wieder auf Abwege geriet und mich dabei ertappte, dass ich plötzlich über die Biografie eines Klienten recherchierte und Joseph Pilates völlig aus den Augen verloren hatte. Manchmal förderten die Abschweifungen jedoch auch bisher unbekanntes Material über Joseph Pilates zutage… Lest selbst!

George Hoyningen-Huene, der Fotograf, der die Fotos für Joseph Pilates’ Buch Return to Life through Contrology gemacht hatte, gehörte zu den Personen, die mich ganz besonders faszinierten. Der Sohn einer Amerikanerin und eines baltischen Adligen, der am Zarenhof die prestigeträchtige Position des Stallmeisters innehatte, war 1900 in St. Petersburg geboren. Sein Lebensweg führte ihn über Yalta, London, den Kaukasus und Paris nach New York und später nach Los Angeles: Was die Anzahl der Wohnorte anging konnte er es also durchaus mit Joseph Pilates aufnehmen.

Als sich die beiden Männer Ende der Dreißiger Jahre im Pilates-Studio in der 8th Avenue in New York begegneten, fotografierte George Hoyningen-Huene für das amerikanische Modemagazin Harpers Bazaar. Und er wollte stärker werden:

Was mich bei Foto-Shootings immer wieder behinderte war die körperliche Anstrengung des Hebens und Verschiebens von Scheinwerfern, Bühnenbildern und Halterungen. Mein Kollege, der verstorbene George Platt Lynes empfahl mir einen Kurs in körperlicher Fitness im Fitnessstudio von Joseph Pilates zu machen. Joes Methode erschien mir als vernünftigste und wissenschaftlichste Herangehensweise und nach ein paar Monaten musste ich alle meine Kleider ändern lassen. Abgesehen davon, dass ich ein enger Freund von Joe und seiner Frau Clara wurde, trainierte ich fünf Jahre lang im Studio und am Ende machten wir einen Dokumentationsfilm und ich fotografierte sein gesamtes Programm für sein Buch RETURN TO LIFE. Ich verdanke Joe viel im Hinblick auf moralische Unterstützung, Liebenswürdigkeit und echte Freundschaft.

Für diesen Fund hatte sich das Abschweifen doch wirklich gelohnt!

Vermutlich verdankte Joseph Pilates George Hoyningen-Huene im Gegenzug nicht nur die großartigen Fotografien in seinem Buch Return to Life Through Contrology, sondern auch die Tatsache, dass das Buch überhaupt veröffentlicht wurde. Es erschien nämlich 1945 bei J.J. Augustin – im selben Verlag, in dem George Hoyningen-Huene seine Foto-Bildbände veröffentlichte.

Als George Hoyningen-Huene 1945 New York verließ und sich endgültig von der Modewelt verabschiedete, endete auch sein Training im Pilates-Studio. Er begann an der Art Center School in Los Angeles Fotografie zu unterrichten. Doch er ließ die Welt des Glamours nicht vollständig hinter sich. Als Farbberater arbeitete er jahrelang mit dem Regisseur George Cukor zusammen und unterstützte ihn bei Filmen mit Judy Garland, Ava Gardner usw! George Hoyningen Huene starb 1968, ein Jahr nach Joe Pilates, im Alter von 68 Jahren an einem Schlaganfall.

Eine atemberaubende Lebensgeschichte, nicht wahr? Hattet Ihr schon von George Hoyningen-Huene gehört? Seid Ihr auch so fasziniert wie ich? Ich bin gespannt auf Eure Kommentare!

 

Fotos von Goerge Hoyningen-Huene findet Ihr hier:

Fahey Klein Gallery

Staley Wise

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